Unsuk Chin

Unsuk Chin, geboren am 14. Juli 1961 in Seoul, begann ihre pianistische Ausbildung in frühester Kindheit. 1982–84 studierte sie Komposition an der Seoul National University bei Sukhi Kang. Das noch während des Studiums entstandene Stück Gestalten (nach drei Bildern von Paul Klee) für Flöte, Violine und Klavier (1983) wurde 1984 von den IGNM Weltmusiktagen in Kanada sowie 1986 beim Unesco Rostrum for Composers in Paris ausgewählt. 1985 gewann sie den Grand Prix beim Internationalen Gaudeamus Kompositionswettbewerb in Amsterdam. 1985–88 studierte sie als DAAD Stipendiatin bei György Ligeti in Hamburg. Seit 1988 lebt Unsuk Chin als freischaffende Komponistin in Berlin. Sie ist mit dem Orchestermanager Maris Gothóni verheiratet.

Nachdem Chin in ihren ersten Jahren in Deutschland noch wenig Beachtung fand, wurde ihre Musik v.a. in Frankreich und England durch die Förderung von George Benjamin und die Zusammenarbeit mit dem Pariser IRCAM bekannt. Den Durchbruch markierte 1993 die Uraufführung der vollständigen Fassung von Akrostichon – Wortspiel (1991/93; Nbsp. 1) in London. Seit Anfang der 2000er-Jahre etablierte sich Chin mit Kompositionsaufträgen und Aufführungen von vielen der Spitzenorchester und Ensembles in Europa, Asien und den USA. Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie u.a. mit den Berliner Philharmonikern, dem New York Philharmonic Orchestra, dem Los ...